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Wie Frauen mit Leichtigkeit netzwerken

Netzwerken darf sich leicht anfühlen. Ja, und so habe ich früher oft gedacht, dass ich vielleicht einfach nicht gut im Netzwerken bin. Nicht, weil ich Menschen nicht mag. OH, NEIN! Ganz im Gegenteil. Ich liebe Gespräche. Ich liebe Begegnungen. Ich liebe Menschen und ihre Geschichten. Und trotzdem bin ich von klassischen Netzwerkveranstaltungen oft nach Hause gegangen und dachte mir:


"Puh. Anstrengend!"


Fotocredit: © Claudia Weaver Photography
Fotocredit: © Claudia Weaver Photography

Zu viel Smalltalk.

Zu viel Selbstdarstellung.

Zu viel „Und was machst du beruflich?“

Zu viele Gespräche, die sich eher wie ein gegenseitiges Abtasten angefühlt haben als wie echte Begegnungen.


Und irgendwann habe ich begonnen, mich zu fragen: Liegt es vielleicht daran, wie wir Netzwerken gelernt haben.


Genau darüber spreche ich im Podcast Wirtschaft Kompakt der Wirtschaftskammer Salzburg gemeinsam mit Redakteurin Dr. Margit SKias. Und eigentlich sprechen wir dabei über viel mehr als Business-Kontakte. Wir sprechen über Verbindung. Über Vertrauen. Über Zugehörigkeit. Und darüber, warum sich viele Frauen in klassischen Business-Räumen oft nicht wirklich wohlfühlen.


Hier geht's gleich zum Reinhören:


Denn viele Frauen erleben Netzwerken noch immer als etwas, bei dem man performen muss. Möglichst souverän wirken. Möglichst kompetent auftreten. Möglichst schnell erklären, wer man ist, was man macht und warum man relevant ist.

Und ganz ehrlich? Genau das macht müde.


Ich glaube nämlich nicht, dass Frauen schlechter netzwerken.


"Ich glaube, Frauen netzwerken oft anders. Bewusster. Emotional selektiver. Tiefer. Viele Frauen suchen nicht einfach "nur" Kontakte. Sie suchen Resonanz. Vertrauen. Menschen, mit denen echte Verbindung entsteht."

Und genau darin liegt eine enorme Stärke.


Im Podcast spreche ich darüber, dass Vertrauen wahrscheinlich die wichtigste Währung in Netzwerken und Zusammenarbeit ist. Nicht nur im Business, sondern generell überall dort, wo Menschen gemeinsam etwas bewegen wollen. Ohne Vertrauen gibt es keine ehrlichen Gespräche. Keine gute Feedbackkultur. Keine Konflikte, die wirklich gelöst werden. Keine Innovation. Keine Entwicklung.


Das zeigt übrigens auch die Forschung sehr deutlich. Die Arbeit von Amy Edmondson rund um psychologische Sicherheit beschäftigt mich schon lange sehr. Denn überall dort, wo Menschen sich sicher fühlen, entstehen bessere Gespräche. Mehr Offenheit. Mehr Kreativität. Mehr Lernen. Mehr Entwicklung.


Und genau das brauchen wir auch in Netzwerken.


Menschen müssen sich nicht beweisen müssen.

Menschen müssen sich willkommen fühlen.


Das ist genau der Grund, warum klassische Networking-Logiken für viele Frauen oft nicht greifen. Weil dort häufig Geschwindigkeit, Performance und strategisches Denken dominieren, während viele Frauen eigentlich nach etwas anderem suchen: nach echter Verbindung.


"Ich glaube zutiefst an die Kraft der radikalen Neugier."

Und:

"An diese ehrliche, aufrichtige Neugier auf das Gegenüber. Auf die Einzigartigkeit eines Menschen. Denn jede Begegnung ist eine Tür in eine neue Welt. Und wenn ich mit genau dieser Haltung in Gespräche gehe, verändert sich plötzlich alles."

Dann frage ich nicht mehr nur: „Was machst du beruflich?“


Dann frage ich vielleicht:


  • „Wofür brennst du gerade?“

  • „Was beschäftigt dich im Moment?“

  • „Was treibt dich an?“

  • „Was brauchst du?“


Und plötzlich entstehen Gespräche, die Tiefe haben.


Dazu gehört aber auch etwas, das wir fast ein bisschen verlernt haben: aktives Zuhören. Nicht sofort den eigenen Senf dazugeben. Nicht ständig darauf warten, selbst wieder sprechen zu können. Sondern wirklich zuhören. Raum halten. Interesse zeigen. Da sein.


Wir erinnern wir uns deshalb oft weniger an die lautesten Menschen im Raum, sondern an jene, bei denen wir uns gesehen gefühlt haben.


Im Podcast sprechen wir auch darüber, warum meine Netzwerkformate wie „eat & spread“ oder die „Success Soirée“ bewusst anders aufgebaut sind. Warum dort Essen, Atmosphäre, Musik, echte Gesprächsimpulse und moderiertes Netzwerken eine so große Rolle spielen.


Und ja, sogar dazu gibt es spannende Studien. Menschen empfinden einander beim gemeinsamen Essen tatsächlich sympathischer. Essen verbindet seit jeher. Schon früher war gemeinsames Essen ein sozialer Akt, ein Zeichen von Vertrauen und Zugehörigkeit. Und genau das spüren wir bis heute.


Es entstehen deshalb die besten Gespräche oft nicht im steifen Seminarraum, sondern bei einem Glas Wein, an einem Tisch oder unter einer Diskokugel.


Was mir bei all dem aber besonders wichtig ist:


"Sichtbarkeit beginnt nicht erst auf einer Bühne oder auf LinkedIn. Sichtbarkeit beginnt bei uns selbst. Bei der Bereitschaft, uns zu zeigen. Uns zu trauen. Uns einzubringen. Auch dann, wenn Selbstzweifel da sind."

Und genau dafür braucht es Räume, in denen Menschen nicht perfekt sein müssen.


Räume mit weniger Krampf.

Weniger Performance.

Mehr Menschlichkeit.

Mehr Begegnung.


"Denn am Ende erinnern sich Menschen selten an den perfektesten Elevator Pitch. Aber sie erinnern sich fast immer daran, wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben."

Der Podcast Wirtschaft Kompakt der Wirtschaftskammer Salzburg mit mir im Gespräch mit Redakteurin Dr. Margit SKias kann auf Spotify, Apple Podcasts und über die Website der WKS nachgehört werden.




Und vielleicht macht er genau das: Lust auf neue Formen von Netzwerken. Auf mehr Leichtigkeit. Mehr Tiefe. Und mehr echte Verbindung.

 
 
 

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