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Netzwerken darf leicht sein. Und ja, sogar Spaß machen.

Ich sage es ganz ehrlich: Ich habe klassische Netzwerkveranstaltungen früher gehasst. Dieses steife „Und was machen Sie beruflich?“, dieses Visitenkarten-Tauschen im Sekundentakt, dieses subtile Sich-gegenseitig-Abchecken. Räume voller Menschen, die möglichst kompetent wirken wollen und dabei oft vergessen, einfach Mensch zu sein.


Netzwerk-Schnappschuss von der Success Soirée Spring Edition mit zwei großartigen Frauen an meiner Seite: Gabriele Wimmler links von mir und Dr. Alexandra Vivien Haller rechts von mir
Netzwerk-Schnappschuss von der Success Soirée Spring Edition mit zwei großartigen Frauen an meiner Seite: Gabriele Wimmler links von mir und Dr. Alexandra Vivien Haller rechts von mir

Netzwerken hatte für mich lange ein Imageproblem. Ehrlich gesagt sogar ein ziemlich großes. Wenn ich früher an Netzwerkveranstaltungen dachte, hatte ich sofort Bilder im Kopf von zu festem Händedruck, Stehtisch-Empfängen, zu langen Elevator Pitches und Menschen, die in Wahrheit gar kein Gespräch führten, sondern ein gegenseitiges Vorstellen ihrer beruflichen Lebensläufe. Viel Oberfläche. Viel Performance. Viel „Und was machen Sie beruflich?“ – aber erstaunlich wenig echte Begegnung.


Und gleichzeitig habe ich mich immer gefragt, warum sich so viele Frauen bei genau diesen Formaten unwohl fühlen. Nicht, weil sie nichts zu sagen hätten. NEIN! Ganz im Gegenteil. Sondern weil viele klassische Netzwerklogiken an dem vorbeigehen, wonach wir uns eigentlich sehnen: Verbindung. Resonanz. Zugehörigkeit. Ein ehrliches Gespräch. Ein Raum, in dem man nicht zuerst beeindrucken muss, um dazuzugehören.


Vielleicht ist genau deshalb in den letzten Jahren meine ganze Arbeit rund um Netzwerke, Sisterhood und Begegnungsräume entstanden. Nicht aus einer großen Businessstrategie heraus, sondern ehrlich gesagt aus einem eigenen Mangelgefühl. Aus einem großen Bedürfnis und aus dem Wunsch nach Räumen, die sich nicht nach Konkurrenz anfühlen. Nicht nach Performance. Sondern nach Miteinander.


Denn ich glaube inzwischen sehr entschieden:

"Menschen erinnern sich selten an perfekte Elevator Pitches. Aber sie erinnern sich daran, wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben."
Fotocredit: © Fotograf Lukas Anzinger
Fotocredit: © Fotograf Lukas Anzinger

In den letzten Monaten durfte ich mehrere Interviews zu diesem Thema geben und dabei ist mir etwas Spannendes aufgefallen: Eigentlich spreche ich seit Jahren immer über dasselbe. Über Verbindung. Über Räume, in denen Menschen nicht performen müssen. Über Gespräche, die nicht strategisch beginnen, sondern menschlich. Vielleicht, weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass wir in einer Zeit voller Sichtbarkeit leben, aber nicht automatisch voller echter Verbindung.


Wir posten. Wir senden. Wir zeigen uns. Aber viele Menschen fühlen sich gleichzeitig einsamer denn je. Und vielleicht brauchen wir deshalb gerade jetzt wieder mehr echte Begegnung. Mehr Räume, in denen nicht der perfekte Auftritt zählt, sondern echtes Interesse. Mehr Miteinander statt gegenseitigem Abchecken.


Ich beobachte immer wieder, dass Frauen oft ganz anders netzwerken, als klassische Businessratgeber es empfehlen würden. Weniger taktisch. Weniger über Selbstdarstellung. Dafür stärker über Vertrauen, Stimmung und Resonanz. Viele Frauen wollen nicht sofort pitchen. Sie wollen zuerst spüren: Passt die Chemie? Kann ich mich hier zeigen? Fühle ich mich willkommen? Und ganz ehrlich? Ich halte das nicht für eine Schwäche. Ich halte das für hochintelligent. Ja, das ist eine Stärke.


"Nicht die Anzahl der Kontakte zählt. Sondern deren Qualität."

Denn die wirklich guten Dinge entstehen selten aus aufgesetztem Netzwerken. Sie entstehen aus echten Gesprächen. Aus Sympathie. Aus einem gemeinsamen Lachen. Aus einem zufälligen Nebensatz. Aus einem Mittagessen. Oder manchmal tatsächlich unter einer Discokugel.


Ich liebe diesen Gedanken inzwischen sehr:

"Ideen entstehen sowohl am Mittagstisch als auch unter der Discokugel."

Vielleicht beschreibt dieser Satz meine Haltung zu Netzwerken besser als jeder andere. Denn ja, ich bin überzeugt davon, dass Business professionell sein darf, aber eben auch lebendig. Dass man sich inspirieren, austauschen und verbinden darf, ohne ständig das Gefühl zu haben, funktionieren zu müssen.


Genau deshalb sind Formate wie die „Success Soirée“, „eat & spread“ oder der „Sisterhood Stammtisch“ entstanden. Als Räume für Gespräche. Für Mut. Für Sichtbarkeit. Für Energie. Für dieses fast magische Gefühl, plötzlich zu merken: Ich bin mit meinen Gedanken, Zweifeln oder Träumen nicht alleine.


Und genau dort passiert oft etwas sehr Kraftvolles. Frauen beginnen, sich gegenseitig zu stärken statt sich zu vergleichen. Sie empfehlen sich weiter. Teilen Erfahrungen. Verbinden Menschen miteinander. Feiern einander.


"Wir brauchen mehr vom Miteinander."
Fotocredit: © Fotografin Claudia Weaver
Fotocredit: © Fotografin Claudia Weaver

Ich glaube nämlich nicht, dass wir noch mehr Räume brauchen, in denen Menschen versuchen, möglichst erfolgreich zu wirken. Davon haben wir ehrlich gesagt genug. Ich glaube, wir brauchen Räume, in denen Menschen sich wieder spüren. Räume, in denen auch Unsicherheit Platz haben darf. Räume, in denen Gespräche nicht sofort zweckorientiert werden müssen.


Denn Netzwerke sind für mich längst nicht mehr bloß „beruflich sinnvoll“. Sie sind soziale Infrastruktur. Sie tragen uns emotional, beruflich und menschlich. Zugehörigkeit ist kein Luxus. Sie ist ein Grundbedürfnis.


Und vielleicht beginnt gutes Netzwerken deshalb viel kleiner, als viele glauben. Nicht mit dem perfekten Pitch. Sondern mit einem ehrlichen Interesse am Gegenüber. Mit Zuhören. Mit Offenheit. Mit einem einfachen: „Schön, dass du da bist.“


Mehr zum Thema Netzwerken, Sisterhood und echte Verbindung gibt es übrigens auch in meinen aktuellen Interviews und Podcast-Gesprächen zum Nachlesen und Nachhören:




PS: Und weil gute Gespräche manchmal der Anfang von etwas richtig Großem sind: Die nächste SUCCESS SOIRÉE Summer Edition steigt am 23. Juli — und dieses Mal gleich mit drei großartigen Speakerinnen, jeder Menge Inspiration, ehrlichen Gesprächen, Sommer-Vibes und vermutlich wieder genau dieser besonderen Energie, die entsteht, wenn Frauen einander nicht beeindrucken wollen, sondern stärken.


Tickets gleich hier sichern: https://www.desenz.at/success-soiree



Und hier ein persönliches „Best Of“

über Netzwerke, Sichtbarkeit & Verbindung


  • „Menschen erinnern sich selten an perfekte Elevator Pitches. Aber sie erinnern sich daran, wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben.“

  • „Nicht die Anzahl der Kontakte zählt, sondern deren Qualität.“

  • „Ideen entstehen sowohl am Mittagstisch als auch unter der Discokugel.“

  • „Frauen netzwerken oft bewusster, emotional selektiver.“

  • „Zugehörigkeit ist ein Grundbedürfnis.“

  • „Wir brauchen mehr vom Miteinander.“

  • „Frauen sollen sich öfter mehr trauen. Mehr vertrauen. Mehr selbst vertrauen.“

  • „Ein guter Netzwerkkontakt braucht unbedingt echte Gespräche, offene Herzen und ein bisschen Mut.“

  • „Business darf tanzen.“




Noch mehr Schnappschüssen vom Spaß beim Netzwerken:



 
 
 

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