Raus aus der Bubble
- silviafaulhammer
- 2. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ron Burt, Soziologe an der Universität Chicago, wurde in einem Artikel der New York Times zitiert. Er sagt sinngemäß: Die gewöhnliche Vorstellung von Kreativität ist, dass es sich um eine genetische Gabe oder einen heroischen Akt handelt. Aber in Wirklichkeit geht es bei Kreativität um Import und Export. Es geht um: RAUS AUS DER BUBBLE!

Menschen, die Kontakt zu vielen verschiedenen Netzwerken, Welten oder Bubbles haben, haben laut Burt ein höheres Risiko, gute Ideen zu haben. Nicht, weil sie Genies sind – sondern weil sie Brücken schlagen zwischen Erfahrungen, Welten und Perspektiven.
Und diese Erkenntnis betrifft nicht nur uns als Individuen. Sie ist ein Schlüssel für unsere Gesellschaft:
Je mehr Kontakt wir zu Menschen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund haben, je öfter wir auf andere treffen, die nicht so sind wie wir selbst, desto größer wird unser Ideenreichtum.
Wir werden kreativer, innovativer und schlichtweg menschlicher.
Die Forschung zeigt außerdem: Je häufiger wir jemanden sehen, desto positiver stehen wir dieser Person gegenüber. Nähe baut Brücken, Begegnung baut Vorurteile ab.
An dieser Stelle passt wunderbar eine weitere Perspektive:
Ronja von Wurmp-Seibel schreibt in ihrem Buch „Zusammen. Warum wir für ein gutes Leben Verbündete brauchen und wie wir sie finden“:
„Ich finde es ermutigend zu wissen, dass, wenn ich anderen helfe oder mich mit ihnen verbinde, ich nicht nur etwas für sie, sondern automatisch auch etwas für mich und mein Wohlbefinden tue. Auch wenn wir im Turbo-Kapitalismus und Patriarchat mal subtil, mal weniger subtil das Gegenteil einreden wollen. Wir sind nicht schwach, wenn wir uns bei anderen anlehnen, wenn wir um Hilfe fragen, wenn wir andere unterstützen, wenn wir unser Leben teilen. Im Gegenteil. Wir sind das, was uns ausmacht. Soziale Wesen. Wir sind Menschen.“
Genau das ist der Punkt: Verbindung ist ein Teil unserer menschlichen DNA. Es ist ein urmenschliches Bedürfnis.
Wenn wir wollen, dass wir als Gesellschaft zusammenwachsen – oder auch einfach als Team, als Organisation, als Netzwerk – dann beginnt es bei uns:
Wir müssen raus aus unserer Bubble.
Genau deshalb habe ich, haben wir, Formate ins Leben gerufen:
die eat & spread Mittagspausen mit Ute,
den Sisterhood Stammtisch,
und die Success Soirée.
Sie alle haben ein Ziel: Frauen miteinander in Kontakt bringen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Damit Ideen sprudeln, Inspiration fließt und neue Gedanken wachsen können.
Und auch unser Programm LeadHER bei HERgency (gemeinsam mit Ute Zischinsky) greift diesen Gedanken auf. Es geht darum, Frauen Räume zu geben, um über den eigenen Tellerrand hinauszublicken – und genau dadurch stärker, sichtbarer und wirksamer zu werden.
👉 Mehr zum LeadHER Programm: hergency.at/leadher
👉 Die Idee hinter HERgency: hergency.at
Am Ende ist es simpel – und gleichzeitig so kraftvoll:
Kreativität entsteht nicht im stillen Kämmerlein. Sie entsteht da, wo wir Menschen treffen, die anders sind als wir.
Lasst uns öfter rausgehen.
Lasst uns öfter verbinden.
Raus aus der Bubble.
📸 Bilder: Claudia Weaver
























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