Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers

Aktualisiert: 23. März

Empathie, Wertschätzung und Kongruenz: Carl Rogers


Echtes Wertschätzen und Empathie fördern Beziehungen


Rogers hat mit seinem Beratungsansatz allgemeinen Grundlagen für hilfreiche menschliche Beziehungen formuliert. Er beschreibt drei Elemente, die die Entwicklung von Beziehungen fördern, dabei handelt es sich um die Kongruenz (Echtheit), Akzeptanz (Wertschätzen) und Empathie (einfühlendes Verstehen). Diese Herangehensweise schafft eine Atmosphäre „positiver Wertschätzung“.

EMPATHIE UND WERTSCHÄTZUNG | Quelle: ©wix; Empathie und Wertschätzung in der Kommunikation

Empathie, Wertschätzung und Kongruenz


Einführend scheint es mir wichtig, ein tragendes Element der Personenzentrierten Gesprächstherapie, dass für das Verständnis Rogers wichtig ist, nämlich Kongruenz, kurz zu erklären:


Kongruenz:

Unter diesem Begriff versteht Rogers Echtheit, Unverfälschtheit und Transparenz. Wenn das Selbsterleben und das Selbstkonzept bzw. das Verhalten und das Erleben übereinstimmen, spricht Rogers von Kongruenz.

Im Zentrum von Rogers Arbeit steht die Suche nach innerer Freiheit – der Freiheit, man selbst zu sein und sich weiter zu entwickeln. Rogers geht davon aus, dass das Selbst danach strebt, konsistent zu sein und idealerweise eine Kongruenz von Selbst und Erfahrung herrscht. Weiter strebt der Mensch danach, Verhalten zu zeigen, das mit dem Selbst kongruent ist.


Stimmt das innere Erleben und das äußere Verhalten nicht überein, so spricht man auch über „Fassadenhaftigkeit“ oder „Unecht sein“ – man spielt nach Außen etwas anderes vor, als man im Inneren empfindet. Stimmen jedoch das Erleben der Innenwelt und der Ausdruck nach Außen überein spricht man von „Authentizität“ (vgl. Plate 2014).


Die heilsame Beziehung

Grundhaltungen bzw. Regeln für gelingende

(entwicklungs-orientierte) Gespräche


Gelingende Gespräche sind für Carl Rogers immer entwicklungsorientierte, angepasste Gespräche. Er kommt zu dem Schluss, dass drei Elemente für eine heilsame und entwicklungsfördernde Beziehung zentral sind:


• Einfühlendes Verstehen (Empathie)

• Echtheit (Kongruenz, Authentizität, ohne-Fassade-sein)

• Unbedingte Wertschätzung (auch Akzeptanz, Achtung, Respekt)


Vor diesem Hintergrund wird Kommunikation als existenzielle Begegnung von Mensch zu Mensch begriffen. Ein technisches Mittel, das diese Begegnung fördert, ist das aktive Zuhören (vgl. Plate 2014).


Aktives Zuhören


Beim aktiven Zuhören schenkt man ungeteilte Aufmerksamkeit, in dem die andere Person authentisch sein darf, und versucht, sich emphatisch in sie einzufühlen. Dabei kann man drei Stufen des aktiven Zuhörens unterscheiden:


• Non- und paraverbale Elemente – Laute, Mimik und Gestik

• Paraphrasieren – in eigenen Worten den Inhalt des Gesagtem zusammenfassen

• Verbalisieren emotionaler Inhalte (vgl. Plate 2014)


Resonanz


Die Grundhaltung nach Rogers soll sein – bedingungsloses Akzeptieren des Gesprächspartners und bedingungsloses Annehmen. Ein Trick, damit man nicht verurteilt oder beurteilt, ist – „die Sünde zu verurteilen, aber den Sünder nicht“. Nicht das Kind ist böse, wenn es etwas angestellt hat, sondern es hat etwas gemacht, was böse, nicht richtig, war. Wichtig ist, anzunehmen und zuzuhören. Gesprächstherapie nach Rogers ist eine Haltung – keine Technik.


Wichtig:

Gesprächstherapie ist keine Technik – sondern eine Haltung, eine innere Haltung, die man einnimmt.

Jetzt mehr erfahren und mich kontaktieren unter:

Mag. (FH) Silvia Faulhammer, MSc.

silvia.faulhammer@desenz.at

www.desenz.at


Literatur- und Quellenverzeichnis:


Plate, Markus (2014): Grundlagen der Kommunikation. Gespräche effektiv gestalten. Göttingen: Verlag Vandenboeck & Ruprecht


Bildrechte & Fotocredit Blogbilder:

EMPATHIE UND WERTSCHÄTZUNG | Quelle: ©wix

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