Generation digitaler "PSEUDO-AUTISTEN"

Aktualisiert: 23. März

Digitale Demenz, digitaler Autismus, Vereinsamung, Verlust der Fähigkeit zu Empathie, digitales „Kasper-Hauser-Syndrom“, Smombies, digitale Schnuller ... Wird bei den Folgen von digitaler Kommunikation nur SCHWARZ GEMALT?


Verändern digitale Kommunikationsmittel die Wahrnehmungsfähigkeit Körpersprache zu interpretieren?

Generation "DIGITALER PSEUDO-AUTISTEN" | Quelle: ©wix; Digitale Demenz, digitaler Autismus, Vereinsamung, Verlust der Fähigkeit zu Empathie, digitales „Kasper-Hauser-Syndrom“, Smombies, digitale Schnuller ... Wird bei den Folgen von digitaler Kommunikation nur SCHWARZ GEMALT?  Verändern digitale Kommunikationsmittel die Wahrnehmungsfähigkeit Körpersprache zu interpretieren?

Wir leben in einer sich verändernden Welt, deren Wandel auch das Verhältnis des Menschen zu seinen Ausdrucksformen, seinem sozialen Handeln, seinem Verständnis von zwischenmenschlicher Kommunikation, seiner Kommunikationsfähigkeit, verändert – und der zu einem großen Teil im Kontext des Wandels der Medien stattfindet.


Unser Alltag ist ein Medienalltag


Das menschliche Kommunizieren in all seinen Formen, „face-to-face“ oder mittels digitaler Medien, ist die Basis von Alltag, sozialen Beziehungen und Identität sowie auch von aller kulturellen und gesellschaftlichen Wirklichkeit (vgl. Krotz 2019). Menschen sind täglich in nahezu allen Lebensbereichen von einer Vielzahl von Medien umgeben und es scheint unser Alltag ist ein Medienalltag (vgl. Höflich 2016). Wir leben nicht nur mit, sondern vielmehr „in“ Medienwelten (vgl. Deuze 2012).


Es ist daher auch anzunehmen, dass mediatisierte, digitale Kommunikation in einem Konkurrenzverhältnis zur Face-to-face-Kommunikation steht. Es handelt sich dabei aber nicht unbedingt um eine Dichotomie. Denn die Kommunikation mittels digitaler Kommunikationsmittel, Massenkommunikation und die zwischenmenschliche Kommunikation sind miteinander eng verzahnt (vgl. Höflich 2016).


Verstehen wir uns noch?

"Leidet" unsere zwischenmenschliche Kommunikation?


Dennoch mache ich mich in meiner Arbeit auf die Suche nach Einschränkungen und Störungen, die die zwischenmenschliche Kommunikation „leiden“ lassen, eben durch den Einsatz von mediatisierter Kommunikation und einem Übermaß an Medienkonsum. Wobei mit „leiden“ das gegenseitige „Verstehen“ in zwischenmenschlichen Kommunikations-prozessen gemeint ist und dabei geht es nicht zuletzt nur um die Sprache beim Verstehen, sondern um unseren gesamten Körper, mit dem wir „kommunizieren“, ja selbst die Gestaltung unserer Umwelt kann als Vehikel der Kommunikation dienen (vgl. Höflich 2016).


Kommunikation ein komplexes Konstrukt


Kommunikation ist ein komplexes Konstrukt aus Sprache, Tonfall, Lautstärke, Gestik, Mimik, Körperhaltung und vielen weiteren nonverbalen und paraverbalen Ausdrucksformen (vgl. Plate 2014). Wenn also alles kommunikativ von „Belang“ ist (vgl. Höflich 2016), dann heißt das auch, dass die Körpersprache für die Kommunikation von „Belang“ ist. Wenn nun

„die nonverbale Kommunikation für die Vermittlung der Beziehungsebene von Bedeutung ist, was geschieht dann, wenn gewisse nonverbale Hinweise wegfallen?“ (Höflich 2016)

Das Leben „in“ Medienwelten führt unweigerlich zur Frage nach den Folgen und so ist für meine Arbeit von Interesse, ob durch die ubiquitäre Nutzung von digitalen Kommuni-kationsmitteln und dem Leben „in“ Medienwelten das „Lesen“ von Körpersprache noch erlernt und Kommunikationsbotschaften verständlich interpretiert werden können.


Wie der Medienwandel ist auch die Entwicklung von zwischenmenschlicher Kommunikation im Wandel. Sie verändert sich, und das Maß der Veränderung ist Thema meiner Arbeit.


Das Leben „in“ Medienwelten führt unweigerlich zur Frage nach den Folgen ...


Nur nach welchen?


Hier geht's zu meinem eBook:

Wie digitale Kommunikationsmittel die Wahrnehmungsfähigkeit, Körpersprache zu interpretieren, verändern

Ich wünsche viel Freude beim Lesen und freue mich auf Feedback unter:


Mag. (FH) Silvia Faulhammer, MSc.

silvia.faulhammer@desenz.at

www.desenz.at


Literatur und Quellen:


Deuze, Mark (2012): Media Life. Cambridge: Polity Press.


Faulhammer, Silvia (2022): Wie digitale Kommunikationsmittel die Wahrnehmungsfähigkeit, Körpersprache zu interpretieren, verändern. Generation digitaler "PSEUDO-AUTISTEN"? München: Grin Verlag


Höflich, Joachim R. (2016): Der Mensch und seine Medien. Mediatisierte interpersonale Kommunikation. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer Fachmedien.


Krotz, Friedrich et. al. (2017): Mediatisierung als Metaprozess. Transformationen, Formen der Entwicklung und die Generierung von Neuem. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.


Krotz, Friedrich (2018): Medienwandel und Mediatisierung. Ein Einstieg und Überblick. In: Kalina, Andreas / Krotz, Friedrich / Rath, Matthias / Roth-Ebner, Caroline (Hrsg.): Mediatisierte Gesellschaften. Medienkommunikation und Sozialwelten im Wandel. Ba-den-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft. S. 27-54.


Krotz, Friedrich (2019): Unter Mediatisierungsbedingungen: Der Mensch und seine Medien. In: Linke, Christine / Scholte, Isabel (Hrsg.): Soziales Medienhandeln. Integrative Perspektiven auf den Wandel mediatisierter interpersonaler Kommunikation. Festschrift für Joachim R. Höflich. Wiesbaden: Springer Fachmedien. S. 11-24. https://doi.org/10.1007/978-3-658-27902-8_8 (28.09.2021).


Plate, Markus (2014): Grundlagen der Kommunikation. Gespräche effektiv gestalten. Göttingen: Verlag Vandenboeck & Ruprecht



Bildrechte & Fotocredit:

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